Herzseminar in der Klinik Roderbirken begeistert rund 80 Besucherinnen und Besucher

Am 12. November fand in der Klinik Roderbirken erneut das traditionelle Herzseminar im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung statt. Rund 80 Interessierte aus der Region nahmen teil und füllten den großen Vortragssaal der Klinik bis auf den letzten Platz – ein deutliches Zeichen für das anhaltend hohe Interesse an Herzgesundheit und Prävention.

Nach einer Begrüßung durch den Ärztlichen Direktor Dr. Gampert eröffnete Oberärztin Monika Henke das Programm. In ihrem Vortrag stellte sie das diesjährige Schwerpunktthema „Koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt“ vor. Sie erläuterte, welche Risikofaktoren Betroffene beeinflussen können und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk legte sie auf die Bedeutung einer qualifizierten Rehabilitation nach einem Herzereignis – ein zentraler Bestandteil des medizinischen Angebots der Klinik Roderbirken.

Im zweiten Vortrag widmete sich Oberarzt Dr. Roland Nebel der Rolle von Bewegung und Sport in der Herz-Kreislauf-Prävention. Er zeigte auf, dass bereits kleine regelmäßige Aktivitäten wie Treppensteigen die Herzgesundheit wirksam unterstützen können. Für die Prävention sei – so Dr. Nebel – bereits eine Stunde moderates Ausdauertraining an Werktagen oder alternativ 1,5 Stunden intensiveres Training pro Woche ausreichend.

In der Pause nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich am Informationsstand der Deutschen Herzstiftung mit aktuellen Broschüren zu versorgen und persönliche Fragen an die Referierenden zu richten.

Der zweite Teil des Seminars beleuchtete die seelischen Belastungen, die mit Herzerkrankungen einhergehen. Psychologische Psychotherapeutin Claudia Kettner erläuterte die wechselseitige Beziehung zwischen Herz und Psyche. Sie betonte, dass psychische Belastungen sowohl Folge einer Herzerkrankung sein können als auch ein Risikofaktor für deren Entstehung. Die Klinik Roderbirken verfügt in diesem Bereich über langjährige Erfahrung: Seit 15 Jahren bietet sie ein etabliertes psychokardiologisches Behandlungskonzept an – ein Profilmerkmal, das von vielen Patientinnen und Patienten geschätzt wird.

Zum Abschluss sprach Peter Thönes, ehemaliger Leiter der Psychologischen Abteilung, über die häufig unterschätzte Belastung von Angehörigen. Anhand von Beispielen machte er deutlich, dass sich Angehörige oftmals stärker belastet fühlen als die Betroffenen selbst. Er plädierte dafür, sie noch stärker in Behandlungsprozesse einzubeziehen und passende Unterstützungsangebote bereitzustellen.